Sujet Allemand LV2 IENA 2011

DIE « MENSCHEN-AKTIE »

Der junge Mann sieht gar nicht so aus, und doch ist Lars Stein seit diesem Jahr sozusagen hauptberuflich “Menschenhändler”. Er verkauft nämlich «Menschen-Aktien »: Eine Katharina hat er im Angebot, einen Florian… Jede Aktie kostet 100 Euro. Die Aktien verkaufen sich so gut, dass Stein sein Geschäft erweitern will. Von Winterthur, wo er ein Büro und zwei Mitarbeiter hat, hinaus in den Rest der Schweiz, nach Österreich und Deutschland.

Seine Idee ist Folgende: Auf der einen Seite steht ein Student, mittellos, mit Ambitionen; auf der anderen einer, der Geld übrig hat. Viele wissen ja seit der Finanzkrise nicht mehr, wie sie ihr Geld gewinnbringend und risikoarm anlegen können. “Ich biete beides”, sagt Stein. Also unterschreiben Student und Investor einen Vertrag, der festlegt, wie viel Geld geliehen, wann es zurückgezahlt wird, und zu welchem Zinssatz.

So ein Vertrag verbindet Katharina Foth, 24, Innenarchitektur: Studentin, und Mark Siebert, 35, Manager eines Großkonzerns. Fragt man Siebert, wieso er Katharina-Aktien gekauft hat, sagt er: “Ich wollte etwas Sinnvolles mit meinem Geld machen.” Tatsächlich wäre Katharinas Traum ohne sein Geld zerbrochen: Innenarchitektur wollte sie studieren, unbedingt. “An einer Privatschule in München“, erzählt sie.
Ihr Vater ist aber gestorben und ihre Mutter kann die Studiengebühren nicht zahlen. Folglich wollte die Bank ihr keinen Kredit gewähren …

Kurze Zeit, nachdem “ihr” Student in den Beruf gestartet ist, bekommen die Investoren einen bestimmten Prozentsatz seines Jahresgehaltes. Je glänzender die Karriere, desto höher ist natürlich der Gewinn. Doch für die meisten Investoren ist der Gewinn gar nicht so wichtig. Mit den Studenten eine fremde Welt entdecken, das interessiert sie. “Katharina ist sehr kreativ. Mit ihr kann ich über andere Sachen reden als nur über Geld und meinen Beruf. Das ist für mich sehr bereichernd”, meint Siebert.

Angefangen hat alles mit der Lars-Stein-Privataktie, im Jahr 2001. Stein kam damals auf diese Idee, weil er nicht wusste, wie er sein Studium finanzieren sollte. Dank den Investoren hat er sein Studium beenden können und vor kurzem begonnen, ihnen ihr Geld zurückzuzahlen. Nun möchte er anderen Jugendlichen dieselbe Chance bieten, studieren zu dürfen. In diesem Jahr haben sich die Mitgliederzahlen auf 112 verdoppelt. “Ein Riesenerfolg”, sagt Stein, aber er möchte möglichst schnell auch in Deutschland Fuß fassen. In drei Jahren will er mindestens 1000 Mitglieder haben …

Nach einem Artikel von Alina FICHTER

«Süddeutsche Zeitung », 06.10.2010

I. VERSION (sur 20 points)

Traduire le titre et les paragraphes 2 et 3, depuis: “Seine Idee ist Folgende: Auf der einen Seite steht ein Student, mittellos, mit Ambitionen; …” jusqu’à: “… wollte sie studieren, unbedingt. ,,An einer Privatschule in München”, erzählt sie.”

II. QUESTIONS (sur 40 points)

1. Question de compréhension du texte

Wie lässt sich der Erfolg des Systems « Menschen-Aktien» erklären?
(150 mots + ou – 10% * ; sur 20 points)

2. Question d’expression personnelle

Einen Tutor haben, selbst ein Tutor sein … Was halten Sie davon?
(250 mots + ou – 10% * ; sur 20 points)

* Le non-respect de ces normes sera sanctionné.

(Indiquer le nombre de mots sur la copie après chaque question).

III. THÈME (sur 20 points)

  1. J’adore la France ! Si seulement il n’y avait pas autant de grèves!
  2. À quoi penses-tu ? J’ai l’impression que tu te fais du souci.
  3. Croyez-moi ! Pour un étudiant, c’est vraiment difficile de trouver un stage intéressant.
  4. Comment s’appelle le Chinois qui a reçu le Prix Nobel de la Paix en octobre 2010 ?
  5. Saviez-vous que ce livre controversé a été lu par beaucoup d’Allemands ?
  6. En lisant ces chiffres, tu comprendras pourquoi nous avons délocalisé la production.
  7. Il est convaincu que les relations franco-allemandes sont meilleures aujourd’hui qu’avant la crise.
  8. Bien qu’elle ait une bonne formation, ça ne suffit pas car elle n’a pas d’expérience.
  9. Avant de rentrer dans le monde professionnel, j’ aimerais voyager pendant un an.
  10. Jusqu’à quand faudra-t-il travailler pour obtenir une retraite décente ?